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Pressemeldungen


Keinen Eingriff in unsere Privatsphäre!

Kommt es gehäuft zu Vandalismus oder anderen Straftaten an einem öffentlichen Platz, so steht oftmals als vermeintlich simple Lösung die Videoüberwachung des Platzes im Raum. So auch im Fall des Elsenfelder Bahnhofes, wie das Main-Echo am 10.05. auf ihrem Onlineportal bekannt gegeben hat. Doch durch die Videoüberwachung öffentlicher Plätze verstärkt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl, ständig überwacht zu sein. Statt einer Überwachung solle man lieber die Ausleuchtung des Bahnhofes angehen.

Kommt es gehäuft zu Vandalismus oder anderen Straftaten an einem öffentlichen Platz, so steht oftmals als vermeintlich simple Lösung die Videoüberwachung des Platzes im Raum. So auch im Fall des Elsenfelder Bahnhofes, wie das Main-Echo am 10.05. auf ihrem Onlineportal bekannt gegeben hat. Aufgrund der Beschwerde eines Bürgers, habe der Elsenfelder Bürgermeister Kai Hofmann (CSU) angekündigt, es gäbe bereits Gespräche mit der Polizei, eine Videoüberwachung des Bahnhofs auf den Weg zu bringen.

Doch sinkt dadurch insgesamt die Kriminalität? Und sinkt sie vor allem so stark, dass sich dieser ständige Eingriff in unsere Privatsphäre rechtfertigen lässt?

Andreas Adrian, Kreisrat und Vorsitzender der LINKEN Aschaffenburg und Bayerischer Untermain dazu:

,,Wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass das nicht der Fall ist. So konnte gezeigt werden, dass das Beleuchten eines Parkplatzes einen stärkeren Effekt auf die Zahlen von Autodiebstählen hat als eine Videokamera. Selbst wenn am videoüberwachten Ort weniger Delikte verzeichnet werden, finden sie meistens nur woanders statt.

Durch die Videoüberwachung öffentlicher Plätze verstärkt sich bei den Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl, ständig überwacht zu sein. Wir als LINKE lehnen diese Überwachung des Alltags strikt ab und setzen uns dafür ein, dass Videoüberwachung auf besonders gefährdete Objekte eingeschränkt wird.“

Statt einer Überwachung solle man lieber die Ausleuchtung des Bahnhofes angehen. Diese ist zum aktuellen Zeitpunkt ungenügend und eine bessere Beleuchtung und ein freundlicheres Ambiente würde zum Sicherheitsgefühl der Bürger*innen beitragen, statt sie weiter zu verunsichern, so Adrian weiter. Man dürfe nicht durch augenscheinlich sinnvolle aber wirkungslose Maßnahmen das eigentliche Problem aus den Augen verlieren.