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Naturkita Wunderwiese wird zum 30. September stillgelegt
Der Aschaffenburger Feriensenat hat die Stilllegung der Naturkita Wunderwiese in Damm zum 30. September 2026 beschlossen. Die erst im Oktober 2024 eröffnete Einrichtung war von Beginn an nur schwach ausgelastet. Rückläufige Geburtenzahlen und inzwischen freie Kita-Plätze im Stadtgebiet führten nach Angaben der Verwaltung dazu, dass für das kommende Kita-Jahr nur noch fünf Kinder angemeldet sind. Ein Weiterbetrieb würde nach Angaben der Stadt ein deutlich sechsstelliges Defizit verursachen.
Die Linke stimmte gegen die Stilllegung und hatte sich gemeinsam mit KI und Grünen zunächst dafür ausgesprochen, die Entscheidung zu verschieben. Neben den hohen Anschaffungskosten von rund 354.500 Euro für die beiden Bauwagen waren für uns insbesondere mögliche Fehlkalkulationen bei Planung und Bedarfsprognose sowie die Auswirkungen auf die betroffenen Kinder entscheidend. Zwar können die fünf Kinder laut Verwaltung gemeinsam und wohnortnah in eine andere Kita in Damm oder Strietwald wechseln. Weitere Informationen zu den Kosten und zur damaligen Planung sollen noch nachgereicht werden.
Deutliche Kritik gab es zudem an der Kommunikation der Stadt: Die betroffenen Eltern waren vor der Sitzung nicht informiert worden und erfuhren teilweise erst über die Medien von den Plänen. Oberbürgermeister Markus Schlemmer kündigte eine interne Aufarbeitung an. Die Bauwagen sollen künftig unter anderem für den Ganztag der Schillerschule und die Ferienbetreuung genutzt werden. Da es sich um eine Stilllegung und nicht um eine endgültige Schließung handelt, könnte die Naturkita bei künftig steigendem Bedarf grundsätzlich reaktiviert werden.
Trotzdem sieht Die Linke die Stilllegung mit Sorge. Auch fünf Kinder brauchen Verlässlichkeit und ein stabiles Umfeld. Flexible Betreuungsmodelle sind grundsätzlich zu begrüßen, dürfen aber nicht dazu führen, Kitas je nach aktueller Bedarfslage kurzfristig zu öffnen und wieder zu schließen und Kinder dadurch zu einem Wechsel zu zwingen.
